Malcolm Young
AC/DC – Der unzerstörbare Rhythmusmotor
Herkunft und Anfänge
Malcolm Mitchell Young wird am 6. Januar 1953 in Glasgow, Schottland, geboren. Wie sein Bruder Angus wächst er nach der Auswanderung seiner Familie in Sydney auf. Als Autodidakt lernt er Gitarre und spielt in mehreren lokalen Bands, darunter The Velvet Underground (eine australische Band ohne Verbindung zu Lou Reeds Gruppe), bevor er AC/DC im Jahr 1973 mitgründet.
Schon zu Beginn setzt Malcolm in der Band eine eiserne Disziplin durch: intensive Proben, strenge Bühnenarbeit und die kompromisslose Ablehnung jeder künstlerischen Verwässerung. Er übernimmt die Vorsingen der Sänger, stellt die Setlists zusammen und kümmert sich um die Geschäfte der Band.
Die tragende Säule von AC/DC
Malcolm ist der wichtigste Songwriter und der heimliche Anführer der Band. Sein trockenes und messerscharfes Rhythmusspiel bildet das Fundament des AC/DC-Sounds. Gemeinsam mit Angus schreibt er fast alle Songs der Band und erschafft Riffs von täuschender Einfachheit, aber enormer Wirkungskraft.
Alben wie Highway to Hell (1979), Back in Black (1980) und For Those About to Rock (1981) tragen seine unerbittliche rhythmische Handschrift. Keith Richards von den Rolling Stones bezeichnete ihn als einen der besten Rhythmusgitarristen, die er je gehört habe.
Krankheit und Tod
Im Jahr 2014 zieht sich Malcolm aufgrund einer diagnostizierten Demenz aus der Band zurück. Sein Neffe Stevie Young ersetzt ihn auf der Bühne und im Studio. Malcolm stirbt am 18. November 2017 im Alter von 64 Jahren. Das Album Power Up (2020) ist seinem Andenken gewidmet und basiert auf Riffs und Ideen, die er vor seiner Krankheit hinterlassen hatte.
Ikonische Gitarre
Malcolm Young war berühmt für seine Gretsch Jet Firebird von 1963, genannt „The Beast“. Er entfernte den Hals-Pickup und nutzte ausschließlich den Steg-Pickup, wodurch er einen trockenen, kompakten und messerscharfen Sound erzielte. Diese Gitarre wurde so ikonisch, dass Gretsch ein limitiertes Malcolm Young Signature-Modell veröffentlichte.
