Fender Stratocaster „Can’t Stop“ ehemals John Frusciante – Red Hot Chili Peppers

Fender Stratocaster „Can’t Stop“ ehemals John Frusciante – Red Hot Chili Peppers

In ihrer großen Fähigkeit, ganze Menschenmengen zu begeistern, ist die E-Gitarre im Laufe der Zeit zu einem einzigartigen Instrument geworden, das fasziniert und immer größere Publikumszahlen begeistert. Über einen charakteristischen Klang hinaus hat die Gitarre auch eine visuelle Geschichte geschaffen, in der ihre besonderen Formen und mitunter gewagten Lackierungen Generationen in Staunen versetzt haben. In diesem Kosmos aus Formen und Klängen sind nur wenige Instrumente in der Lage, von mehreren Hundert Millionen Menschen gesehen worden zu sein. Doch genau dies gilt für diese unverwechselbare Stratocaster in Silver Sparkle, die seit der ersten Ausstrahlung des Musikvideos zu „Can’t Stop“ von den Red Hot Chili Peppers im Januar 2003 über 300 Millionen Zuschauer magnetisiert hat.

Als das Video zum Single-Release von „Can’t Stop“ der kalifornischen Band erschien, war es eine ästhetische und künstlerische Revolution. Die Referenzen des Regisseurs Mark Romanek werden voll übernommen, und er setzt seine gestalterischen Absichten konsequent um, um das Projekt zu unterstützen. Man sieht die vier Mitglieder der Red Hot Chili Peppers bei äußerst abstrakten Aktivitäten, wie Gleichgewichtsspiele mit Eimern oder das Rennen mit Neonröhren auf dem Rücken. An einigen Stellen des Videos spielt die Band vor einer orangenen Plane und in verschiedenen Szenen. Der Gitarrenprofi John Frusciante spielt dabei auf einer silbernen Fender Stratocaster, die sich perfekt in die gewünschte Gesamtästhetik des Regisseurs einfügt – zusammen mit dem chromfarbenen Schlagzeug und dem grauen Bass seiner Bandkollegen.

Als Liebhaber origineller und künstlerisch überraschender Musikvideos haben sich die Red Hot Chili Peppers mehrfach talentierter Regisseure bedient. Das Video zu „Can’t Stop“ trug maßgeblich dazu bei, den Song zu einem weltweiten Hit zu machen und Erfolge auf Spezialkanälen wie MTV zu erzielen. Auf Wunsch des Regisseurs Mark Romanek spielt John Frusciante darin eine orangefarbene Toronado und eine Strat direkt aus dem Custom Shop, das funkelnde Silver Sparkle-Modell. Obwohl diese Gitarren nicht dem üblichen Stil Frusciantes entsprechen (der normalerweise Vintage-Instrumente bevorzugt), passten sie ideal zur Farbpalette, die der Regisseur wünschte. Diese Strat verließ den Custom Shop im Jahr 1999. Sie wurde legendär durch ihr glitzerndes Finish und das spiegelnde Pickguard und ist untrennbar mit dem funky und groovigen Riff verbunden, das der Band Spitzenplätze in den Charts sicherte. Eine der legendärsten Gitarren mit beeindruckender Optik, zu entdecken im Matt’s Guitar Shop!

John Frusciante

Um die Jahrtausendwende, als die Red Hot Chili Peppers zu einer neuen kreativen Blüte fanden, trat ein großgewachsener, schüchterner und außerhalb der Bühne beinahe unsichtbarer Gitarrist als die Seele der Band hervor: John Frusciante. Mit seinem zerbrechlichen, aber lodernden Spiel – einer Mischung aus Funk, Rock und beinahe barocker Sensibilität – prägte er einen sofort erkennbaren Sound, den man auf Californication, By the Way oder Stadium Arcadium wiederfindet.

John Frusciante strebte nie nach greller Virtuosität. Als instinktiver und sensibler Künstler sind es die reine Melodielinie, das einfache, aber zwingende Riff und das Solo, das nur einen Hauch und ein Vibrato braucht, um einen zu durchdringen, die sein Markenzeichen bilden. Er spielt, wie er atmet – mit einer Aufrichtigkeit, die direkt ins Herz trifft. Auf der Bühne sieht man ihn oft mit geschlossenen Augen, über seine Strat gebeugt, als würde er beten. Auf den Aufnahmen webt er Harmonien, die nur ihm gehören.

Doch hinter dem Licht lag Schatten. Alle Fans kennen seinen langen Absturz in die Dunkelheit, jene Zeit, in der die Musik ihn zu verlassen schien und fast alles um ihn herum verschwand. Seine legendären Gitarren verbrannten oder wurden verkauft. Eine der wenigen, die diese Reise an den Rand des Abgrunds überstand, war seine VPro – eine unwahrscheinliche, improvisierte Gitarre, die wie ein letzter Faden zur Musik bei ihm blieb, ein Fragment Leben im Chaos.

Als er zurückkam, kam John ganz zurück. Bei seiner Rückkehr zu den Red Hot Chili Peppers brachte er keine Machtdemonstration mit, sondern eine neue Tiefe. Jeder Ton schien von gelebter Erfahrung durchdrungen, jede Melodie von verletzlicher Wahrheit. Sein nach wie vor reduziertes Spiel öffnete sich neuen Nuancen, einer Mischung aus elektronischen Einflüssen, subtilen Vokalharmonien und einem beinahe spirituellen Verständnis von Klangraum.

Als unermüdlicher Entdecker veröffentlichte er zahlreiche Soloalben, experimentelle Projekte und unerwartete Kooperationen. Immer mit diesem handwerklichen Ansatz: seine Gitarren sorgfältig auszuwählen, wieder aufzubauen, was sich wieder aufbauen lässt, und einen Klang zu suchen, der niemals lügt. Noch heute zeugen seine sorgfältig ausgewählten Fenders und seine improvisierten Pedale von seinem intimen Verhältnis zum kreativen Prozess: Jedes Werkzeug muss echte Emotion tragen können.

Eines steht fest: John Frusciante verkörpert das Wesen des wiedergeborenen Künstlers. Mit seinem reinen Spiel, seinem verwundeten Lebensweg und seinem strahlenden Comeback bleibt er einer der berührendsten und inspirierendsten Gitarristen seiner Generation. Ein zerbrechlicher, aber visionärer Phönix, geleitet von einer einzigen Gewissheit: Solange es eine Gitarre gibt, gibt es einen Weg zurück zur Musik.

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