Stevie Ray Vaughan
Die Wiedergeburt des Texas-Blues
Herkunft und Anfänge
Stephen Ray Vaughan wurde am 3. Oktober 1954 in Dallas, Texas, geboren. Beeinflusst von seinem älteren Bruder Jimmie Vaughan sowie von Albert King, Jimi Hendrix und Buddy Guy, zog er nach Austin und gründete Double Trouble mit Chris Layton (Schlagzeug) und Tommy Shannon (Bass).
Der internationale Durchbruch
Entdeckt von David Bowie – der ihn für die Gitarrenparts auf Let’s Dance engagierte – sowie von John Hammond von Columbia Records, veröffentlichte er Texas Flood (1983), ein Album, das den elektrischen Blues in den 1980er-Jahren praktisch im Alleingang wiederbelebte.
Couldn’t Stand the Weather (1984) und Soul to Soul (1985) bestätigten sein Genie. Nachdem er seine Suchterkrankungen überwunden hatte, brachte ihm In Step (1989) einen Grammy Award ein.
SRV spielte mit außergewöhnlich dicken Saiten (.013er-Satz) und einer sehr hohen Saitenlage, was ihm einen massiven Klang und ein unvergleichliches Sustain verlieh, aber enorme körperliche Kraft erforderte. Seine Finger waren von dicken Hornhautstellen bedeckt, und er konnte mitten im Konzert Saiten reißen, ohne aufzuhören zu spielen. Sein breites und ausdrucksstarkes Vibrato wird oft als das schönste des modernen Blues bezeichnet.
Tod und Vermächtnis
Stevie Ray Vaughan starb am 27. August 1990 bei einem Hubschrauberabsturz in Alpine Valley, Wisconsin, im Alter von 35 Jahren. Er wurde 2015 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und bleibt einer der einflussreichsten Bluesgitarristen aller Zeiten.
Legendäre Gitarre
SRV ist untrennbar mit „Number One“ verbunden, seiner berühmten Fender Stratocaster von 1963 mit Erlekorpus, extra-schweren Saiten (.013er-Satz) und Custom-Pickups. Er spielte mit außergewöhnlicher körperlicher Intensität, die zu einem wesentlichen Bestandteil seines Sounds und seiner Persönlichkeit wurde.
