Blur

Die Architekten der Britpop

Gründung und Anfänge

Blur gründet sich 1988 in London unter dem Namen Seymour rund um Damon Albarn (Gesang, Keyboards), Graham Coxon (Gitarre), Alex James (Bass) und Dave Rowntree (Schlagzeug). Die vier lernen sich am Goldsmiths College in London kennen. Vom Label Food Records in Blur umbenannt, veröffentlichen sie 1991 ihr erstes Album Leisure, beeinflusst von der Baggy-Bewegung und dem Shoegaze.

Die Britpop-Schlacht

Die künstlerische Wende beginnt mit Modern Life Is Rubbish (1993), einer Reaktion auf den amerikanischen Grunge, die eine stark britische Identität betont. Mit Parklife (1994) wird Blur zur Speerspitze des Britpop und gewinnt in einer einzigen Nacht 4 Brit Awards.
Die mediale Rivalität mit Oasis erreicht im August 1995 ihren Höhepunkt mit der gleichzeitigen Veröffentlichung von „Country House“ (Blur) und „Roll with It“ (Oasis). Blur gewinnt den Chartkampf, doch Oasis verkauft insgesamt mehr Alben. Das selbstbetitelte Album Blur (1997) markiert eine Hinwendung zu Lo-Fi und Indie-Rock, mit dem Welthit „Song 2“ und seinem Schlachtruf „Woo-hoo!“, der in Stadien allgegenwärtig wurde.

Blur Gitarrenbiografie

Entwicklung und Vermächtnis

Damon Albarn startet parallel das Projekt Gorillaz im Jahr 2001 gemeinsam mit dem Zeichner Jamie Hewlett und wird damit zur erfolgreichsten virtuellen Band der Geschichte. Blur reformiert sich für Konzerte in Hyde Park im Jahr 2009 und veröffentlicht anschließend The Magic Whip (2015) sowie The Ballad of Darren (2023).
Die Band hat mehr als 21 Millionen Alben verkauft und bleibt eine der einflussreichsten britischen Rockbands der 1990er Jahre.

Signature-Gitarre

Graham Coxon ist mit der Fender Telecaster und der Gibson Les Paul verbunden, wobei sein Spiel zwischen klaren Pop-Melodien und rauem Noise wechselt. Er nutzt außerdem Fender Jazzmaster und Gibson ES-335 und gilt als einer der am meisten unterschätzten Gitarristen