Rory Gallagher
Der irische Bluesman mit der abgenutzten Strat
Herkunft und Anfänge
William Rory Gallagher wurde am 2. März 1948 in Ballyshannon, Irland, geboren. Er gründete 1966 in Cork das Power-Trio Taste, bevor er 1971 seine Solokarriere begann.
Solokarriere
Seine Live-Alben, insbesondere Irish Tour ’74 (1974), gelten als einige der besten Live-Aufnahmen des Blues-Rock. Sein Spiel vereinte Blues, Rock, keltischen Folk und Jazz mit außergewöhnlicher Intensität.
Gallagher tourte unermüdlich um die Welt und trat auch in Ländern auf, die nur wenige westliche Künstler besuchten, darunter auf Tourneen durch Osteuropa während des Kalten Krieges.
1972 wurde er von den Lesern des Magazins Melody Maker zum „besten Gitarristen der Welt“ gewählt – vor Eric Clapton und Jimi Hendrix (posthum). Trotz dieses Status lehnte Gallagher große Plattenfirmen und kommerzielle Kompromisse ab und zog es vor, die vollständige Kontrolle über seine Musik und Karriere zu behalten. Ihm zu Ehren wurde 2010 eine Statue in Ballyshannon errichtet; eine weitere befindet sich im Zentrum von Cork.
Tod und Vermächtnis
Rory Gallagher starb am 14. Juni 1995 im Alter von 47 Jahren in London an den Folgen von Komplikationen nach einer Lebertransplantation. Als Jimi Hendrix einmal gefragt wurde, wie es sich anfühle, der beste Gitarrist der Welt zu sein, soll er geantwortet haben: „Ich weiß es nicht, frag Rory Gallagher.“
Legendäre Gitarre
Seine Fender Stratocaster von 1961, deren Sunburst-Lackierung durch jahrzehntelanges Spielen fast vollständig abgenutzt wurde, ist eine der ikonischsten Gitarren der Rockgeschichte. Er spielte außerdem eine Gibson Melody Maker von 1960.
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